Rituale haben uns Menschen schon immer dabei geholfen, Unsicherheit und Verlust zu verarbeiten. Mit dieser musikalischen Meditation möchte das Ensemble Lumière noire seinem Publikum Raum für eigene Empfindungen geben. Dabei trifft französischer Barock auf die geistlichen Impulse der Theologin Simone Wosniok, die die Zuhörer:innen durch eine Art „Leçons de Ténèbres“-Zeremonie führt: Mit jedem Stück erlöscht das flackernde Licht einer Kerze.
Musik, vor rund 300 Jahren für die klösterliche Dunkelheit geschaffen, begegnet heute dem Bedürfnis nach Licht, Ruhe und Menschlichkeit.
Programm
Werke von Jean Gilles, Marc-Antoine Charpentier, François Couperin, Sébastien de Brossard und François-André Danican Philidor
Besetzung
Lumière noire
Henning Jendritza – Tenor, Konzept
Friederike Mauss – Sopran
Cécile Dorchêne – Violine I, Konzept
Lorena Padron – Violine II
Fernando Olivas – Theorbe
Ira Givol – Violoncello
Andreas Gilger – Cembalo, Orgel
Jean-Pierre Dorchêne – Trommel
Simone Wosniok – Theologin
Foto © Sonja Werner & Christian Palm