Gibt es das Paradies? Existiert es in einem Leben nach dem Tod? Die Musik kann alles malen: intensive Schreckensbilder, paradiesische Landschaften, Tränen und Trost. Die Bach-Familie hat Krieg, Leid und Tod erlebt. In drei Werken unterschiedlicher Generationen aus ihren Reihen stößt VOX BONA zwischen den Zeilen auf berührende Hoffnung auch im Angesicht eines viel zu frühen Todes. Wie sehen die Bilder eines Daseins nach dem Tod in der Romantik und unserer heutigen Zeit aus? Die Motette „Warum ist das Licht gegeben“ von Johannes Brahms erzählt von abgrundtiefer Trauer und Verzweiflung. Und doch gewinnt auch hier am Ende die Hoffnung. Aus Albert Beckers „Bleibe bei uns“ und Sven David Sandströms „In paradisum“ klingt in sehr unterschiedlichen Tonsprachen eine große Sehnsucht nach Trost und Geborgenheit.
19:10 Uhr Konzerteinführung mit Midori Seiler
Programm:
Johann Christoph Bach (1642-1703)
Der Gerechte
Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)
Wachet auf, ruft uns die Stimme
Johann Bach (1604-1673)
Unser Leben ist ein Schatten
Johannes Brahms (1833-1897)
Warum ist das Licht gegeben
Friedrich Kiel (1821-1885)
Die mit Tränen säen
Albert Becker (1834-1899)
Bleibe bei uns, Abend will es werden
Sven-David Sandström (1942-2019)
In paradisum
Eric Whitacre (*1972)
Fly to Paradise
Besetzung:
Karin Freist-Wissing – Leitung
VOX BONA Chor
Continuo:
Fiete Wulff – Violoncello
Thomas Dreiseidler – Fagott
Rafael Clément – Kontrabass
George Warren – Orgel