18:40 Uhr Konzerteinführung mit Midori Seiler
19:00–20:00 Uhr | Utopie des Augenblicks
Die spirituelle und sinnliche Tiefe koreanischer Musik- und Tanztraditionen macht das Ensemble GaMuAk neu erfahrbar in der Suche nach Momenten, in denen Klang, Bewegung und Stille sich verdichten zu etwas, das flüchtig, aber spürbar ist. Das Programm reicht von den zeremoniellen Gesängen Mungut und Binari bis hin zu Seungmu, einem der bedeutendsten Tänze der koreanischen Tradition, dessen Höhepunkt das dynamische Spiel auf der traditionellen Faßtrommel Buk bildet. „Chimhyangmu“ von Hwang Byungki ist als musikalische Erzählung von großer innerer Spannung zugleich ein Paradebeispiel für höchste Spieltechnik und klangliche Präzision auf der Zither Gayageum. In „Sanjomotion“ fügt das Ensemble dem Fluss der Musik eine choreografische Ebene hinzu. Es entsteht eine neue Sprache, verwurzelt in der Tradition und gleichzeitig offen für Bewegung, Wandel und Interpretation.
Programm:
Hwang Byungki (1936 - 2018)
Chimhyangmu 침향무
für Gayageum
Mungut 문굿
Gesang und Perkussion
Binari 비나리
Gesang und Perkussion
Sanjomotion
für Gayageum und Tanz
Hwacheong 화청
für Gesang und Perkussion
Improvisation
für Janggo
Seungmu 승무
für Tanz, Gesang und Perkussion
Besetzung:
GaMuAk
Yunhee Choi – Koreanischer Tanz
You Jin Sung – Gayageum
So Sol-I – Gesang
Bo-Sung Kim – Koreanische Perkussion
20:30–21:30 Uhr | Prélude à l`après-midi au Japon
Johannes Brahms kannte traditionelle japanische Musik in den Klavierbearbeitungen des Heinrich von Bocklet, dem Sohn eines engen Freundes von Franz Schubert. Er war fasziniert davon und erreichte, dass die Frau des japanischen Botschafters in Wien auf der Zither Koto für ihn spielte. Claude Debussy, der in seinem „Prélude à l’après-midi d’un faune“ die Grenze zwischen Wirklichkeit und Traum erkundet, ließ sich spä ter von Hokusais berühmter Welle zu „La Mer“ inspirieren. Gleichzeitig wurde der Koto-Spieler Michio Miyagi zu einem Wegbereiter der Verbindung traditioneller japanischer und europäischer Musik – 1932 nahm er sein Werk „Frühlingsmeer“ mit der französischen Geigerin Renée Chemet auf. Shunske Sato, sein neues Ensemble PastForward und die Koto-Spielerin Naoko Kikuchi machen diese Atmosphäre gegenseitiger kultureller Neugier neu erlebbar.
Das Konzert moderiert Dr. Prof. Haberland.
Programm:
Franz Schubert (1797–1828)
Sinfonie Nr. 5 in B-Dur, 1. Satz
2. Satz (Allegro, Andante con moto)
Kengyo Yatsuhashi (1614–1685)
Rokudan no shirabe
Johannes Brahms (1833–1897)
Sinfonie Nr. 3 in F-Dur, Op. 90, 3. Satz
Poco Allegretto
Michio Miyagi (1894–1956)
Frühlingsmeer (Haru no Umi)
Claude Debussy (1862–1918)
Prélude à l'après-midi d'un faune
Besetzung:
PastForward Ensemble
Shunske Sato – Violine, Leitung
Bruno van Esseveld – Violine
Anna Kodama – Violine
Ha-Na Lee – Violine
Nao Takahashi – Violine
Tokio Takeuchi – Violine
SoYoung Choi – Violine
Chiharu Abe – Viola
Yuichi Yazaki – Viola
Moritz Benjamin Kolb – Cello
Marie-Louise Wundling – Cello
Martin Heinze – Kontrabass
Georges Barthel – Flöte
Emiko Matsuda – Flöte
Katharina Humpel-Verhaar – Oboe
Marie-Therese Becker – Oboe
Robert Oberaigner – Klarinette
Steffen Dillner – Klarinette
Rebecca Mertens – Fagott
Feyzi Cokgez – Fagott
Nicolas Roudier – Horn
Federico Cuevas Ruiz – Horn
Naoko Kikuchi – Koto
Detlef Haberland – Moderation