Wie alt ist die Faszination für die Musik der Vergangenheit und der historisch informierte Aufführungspraxis (HIP)? Bereits Künstler:innen des 19. Jahrhunderts beschäftigten sich mit der Suche nach dem Originalklang. Das Leben und Werk der Musiker:innen Louise und Aristide Farrenc geben spannende Antworten auf diese Frage. Das Pariser Paar verband Theorie und Praxis, war vom Studium ihrer Vorgänger:innen fasziniert und damit seiner Zeit voraus. Die Farrencs lebten gleichzeitig zu einer Zeit der Umbrüche, in der Instrumente wie die Flöte sich maßgeblich veränderten. Nachweislich ist Louise Farrencs Trio op. 45 eines der ersten Werke, das für die Böhmflöte geschrieben wurde. Bei diesem moderierten Konzert werden bestehende Überzeugungen über die HIP herausgefordert.
Programm
Louise Farrenc (1804–1875)
Trio Nr. 2 op. 34 in D-Dur
für Violine, Violoncello und Klavier (arrangiert für Flöte, Violoncello und Klavier)
Louise & Aristide Farrenc (1794–1865)
Variations concertantes op. 22
für Flöte und Klavier
Louise Farrenc
Trio in e-Moll op. 45 für Flöte, Violoncello und Klavier
Besetzung
Trio Laflamme
Annie Laflamme – Romantische Klappen- & Böhmflöte
Jaros艂aw Thiel – Violoncello
Katarzyna Drogosz – Hammerflügel
Foto © Karolina Sa艂ajczyk